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Funktionelle Psychologie – mentale Gesundheit neu gedacht

  • Autorenbild: Larissa Kubon
    Larissa Kubon
  • 14. Jan.
  • 4 Min. Lesezeit

Psychische Symptome sind nur die Spitze des Eisbergs. Die Wurzeln liegen viel tiefer: in psychologischen Mustern, aber auch in unserem Körper.


Wusstest du zum Beispiel, dass eine Depression mit erhöhten Entzündungsmarkern verbunden ist?¹ Oder dass ein Mangel an Magnesium mit einem stärkeren Stresserleben einhergeht?²


Was also, wenn der Weg zu echter psychischer Stabilität nicht darin besteht, deine Symptome zu bekämpfen, sondern sie stattdessen zu entschlüsseln? Wenn deine Symptome dir nicht nur etwas über deinen Kopf erzählen, sondern auch über deinen Körper?


Immerhin entstehen deine Gedanken aus elektrischen Signalen in deinem Gehirn, die durch Botenstoffe gesteuert werden. Und auch deine Gefühle werden von Botenstoffen (Neurotransmittern und Hormonen) beeinflusst. Diese Botenstoffe hängen stark davon ab, was im Rest deines Körpers passiert: Probleme wie eine ungünstige Darmflora, hormonelle Schieflagen oder chronische Entzündungen können die Produktion von Neurotransmittern und Hormonen verändern – und damit deine Stimmung, mentale Stabilität und dein Energielevel beeinflussen. Dein Lebensstil mit deiner Ernährung, Bewegung, Schlafqualität und deinem Stresspegel stellt dabei entscheidende Weichen.




Mein Ansatz: Die Funktionelle Psychologie


Wir müssen an der Psyche und am Körper ansetzen, wenn wir unsere mentale Gesundheit nachhaltig verbessern wollen. Um nicht nur Symptome zu lindern, sondern sie wirklich an der Wurzel zu packen.


Deswegen arbeite ich als Psychologin inzwischen ganzheitlich und nenne meinen Ansatz Funktionelle Psychologie – inspiriert von der Funktionellen Medizin, die Krankheiten in ihren Ursachen versteht, den Menschen als Ganzes betrachtet und individuell behandelt. 


Die Funktionelle Psychologie beruht auf drei zentralen Grundprinzipien:


  1. Psyche und Körper als Einheit

  2. Ursachen statt Symptome

  3. Fokus auf echte Gesundheit



Psyche und Körper als Einheit


Wie bereits beschrieben, sind Körper und Geist untrennbar miteinander verbunden. Kein System im menschlichen Körper funktioniert isoliert. Das zeigen auch neueste Erkenntnisse der Psychoneuroimmunologie – ein ganzer Wissenschaftszweig, der die Zusammenhänge der verschiedenen Systeme des Körpers wie Psyche, Hormonsystem und Immunsystem erforscht und in den letzten Jahren spannende Erkenntnisse geliefert hat.


Mentale Gesundheit ist demnach immer auch körperliche Gesundheit und umgekehrt. In der Funktionellen Psychologie nehmen wir deshalb immer den ganzen Menschen in den Blick.



Ursachen statt Symptome


Die Funktionelle Psychologie betrachtet nicht nur einzelne Symptome, sondern das Zusammenspiel von Psyche, Körper und Lebensstil. Anstatt Beschwerden isoliert zu bearbeiten, möchten wir verstehen, woher sie wirklich kommen. 


Welche Faktoren in deinem Denken und Verhalten, aber auch in deinem Körper und deinem Lebensstil beeinflussen deine mentale Gesundheit? Und wo können wir auf verschiedenen Ebenen ansetzen, um dein System zu unterstützen, wieder in eine gesunde Balance zu kommen? 


Reine Symptombehandlung bleibt an der Oberfläche. Nur, wenn es uns gelingt, die Wurzeln psychischer Beschwerden zu verstehen und zu bearbeiten, können wir nachhaltige psychische Stabilität erreichen.


Die ganzheitliche Herangehensweise bedeutet auch: Funktionelle Psychologie ist maßgeschneidert. Denn wenn man nicht nur Symptome behandelt, sondern das individuelle Gesamtsystem betrachtet, gibt es kein Schema F. Eine Depression ist nie gleich eine Depression – die gleichen Symptome können ganz unterschiedliche, individuelle Ursachen haben. 



Fokus auf echte Gesundheit


Das ist der Grund, weshalb in der Funktionellen Psychologie Diagnosen nicht im Vordergrund stehen. Denn Diagnosekriterien richten sich immer nach den Symptomen – und die sind bekanntlich nur die Spitze des Eisbergs. Außerdem: Nur, was überhaupt untersucht wurde, kann diagnostiziert werden. Damit fallen Menschen mit diffusen Symptomen, die sich nicht einem klaren Krankheitsbild zuordnen lassen, ohnehin schon aus dem Raster.


Aus Sicht der Funktionellen Psychologie ist viel relevanter, wie du dich fühlst: Ist genug Energie da? Kannst du gut mit stressigen Situationen umgehen? Ist deine Stimmung ausgeglichen? Fühlst du dich morgens nach dem Aufwachen bereit für den neuen Tag? 


Denn psychische Gesundheit bedeutet nicht nur die Abwesenheit eindeutiger Symptome, sondern viel mehr: ein Grundgefühl von mentaler Stabilität, Inspiration und Lebensfreude.




Für wen ist die Funktionelle Psychologie geeignet?


Wenn du dieses Grundgefühl vermisst, dann könnte die Funktionelle Psychologie für dich genau das Richtige sein. Vielleicht hast du sogar schon mal eine Psychotherapie durchlaufen, hast dort einige Fortschritte gemacht, aber so richtig stabil fühlst du dich immer noch nicht. Oder du warst mit deinen Beschwerden schon bei deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt, aber hast dort keine Erklärung dafür bekommen, warum es dir psychisch nicht so richtig gut geht. Oder du interessierst dich dafür, wie du deine Psyche stärken kannst, um psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen vorzubeugen.


Wie du mit mir und der Funktionellen Psychologie zusammenarbeiten kannst, erfährst du hier: zur psychologischen Online-Beratung.


Wenn dich interessiert, wie du die Verbindung von Körper und Psyche für dich nutzen kannst, um mental stabiler, gelassener und zufriedener zu sein, lade ich dich herzlich in meinen Newsletter ein. Dort teile ich verständliche Einblicke in die Funktionelle Psychologie, kleine Impulse und praktische Tipps für deine mentale Gesundheit.





Häufige Fragen


Was ist der Unterschied zwischen klassischer psychologischer Beratung und Funktioneller Psychologie?

Klassische psychologische Beratung fokussiert sich ausschließlich auf psychologische Aspekte der mentalen Gesundheit wie das Denken, Erleben und Verhalten. Die Funktionelle Psychologie nimmt neben den psychologischen Mechanismen auch körperliche Prozesse und den Lebensstil als Einflussfaktoren in den Blick. Statt nur die psychische Ebene zu bearbeiten, auf der sich die Problematik zeigt, werden alle Ebenen betrachtet, auf denen die Ursachen der Symptome liegen können.

Muss ich eine psychische Störung haben, um von der Funktionellen Psychologie zu profitieren?

Nein. Viele Menschen, die in meine psychologische Online-Beratung kommen, haben keine eindeutige Diagnose. Gerade bei subklinischen oder unklaren psychischen Belastungen kann der ganzheitliche Blick der Funktionellen Psychologie hilfreich sein, um Zusammenhänge zu erkennen und neue Ansatzpunkte zu finden. Auch zur Stärkung der mentalen Gesundheit im Sinne der Prävention ist die Funktionelle Psychologie gut geeignet.

Wie ist das Vorgehen bei der Funktionellen Psychologie?

Die Funktionelle Psychologie beginnt immer mit einer ausführlichen Anamnese, in der neben psychologischen Faktoren auch körperliche Aspekte sowie der Lebensstil erfasst werden. Die Anamnese liefert oft schon gute Hinweise auf zugrundeliegende Problematiken. In vielen Fällen ist es hilfreich, die Anamnese durch weitere medizinische Diagnostik zu ergänzen, um z.B. die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen zu überprüfen. Auf dieser Basis werden die weiteren Schritte geplant. Dabei werden einerseits psychologische Denk- und Verhaltensmuster bearbeitet. Andererseits werden Techniken der Psychoneuroimmunologie genutzt, die auf die Regulation körperlicher Prozesse (z.B. Entzündungsprozesse) sowie die Optimierung des Lebensstils abzielen.

Wie finde ich eine psychologische Beratung im Sinne der Funktionellen Psychologie?

Wenn du dich für eine individuelle Beratung im Sinne der Funktionellen Psychologie interessierst, schau dir gerne meine psychologische Online-Beratung an. Gemeinsam schauen wir uns an, wie deine Psyche, dein Körper und dein Lebensstil zusammenwirken und an welchen Stellen du ansetzen kannst, um deine mentale Gesundheit zu verbessern.



Quellen




Larissa Kubon, Psychologin (M.Sc.) & Therapeutin für Klinische Psychoneuroimmunologie:

Meine Mission ist es, Menschen mit psychischen Belastungen zu zeigen, wie sie ihre mentale Gesundheit selbst in die Hand nehmen können. Deshalb verbinde ich Psychologie mit Körperwissen, um sichtbar zu machen, wie Körper, Geist und Lebensstil zusammenspielen – und ganzheitliche Wege zu einer stabilen Psyche zu zeigen.

 
 
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